Kapazitätsmanagement ist ein eigenständiges Modul: Eine Linie existiert unabhängig davon, ob dafür je ein Wertstrom gezeichnet wird. Diese Anleitung zeigt den vollständigen Weg von der ersten Linie bis zum Vergleich zwischen Forecast und tatsächlich geleisteter Arbeit.
Linie anlegen
Ein Arbeitsplatz oder eine Fertigungslinie, z. B. „Drehen” — organisationsweit, unter Kapazitätsmanagement, nicht in einem einzelnen Projekt.
Stammdaten erfassen
Taktrate (Minuten je Stück), Bedienerzahl, NEE (%) und Schichtmodell (1/2/3-Schicht) — dieselben Größen wie bei einer VSM-Prozessbox, hier aber unabhängig von ihr gepflegt.
Monatliche Nachfrage eintragen
Zwölf Werte, ein Feld je Monat. Optional dazu ein Stresstest (z. B. Nachfrage × 1,2) für ein Upside-Szenario.
Die Ampel lesen
Load Rate = Nachfrage ÷ Kapazität, automatisch je Monat berechnet. Blau/Grün/Orange/Rot zeigen, wie eng die Linie steht — die Handlungsempfehlung passt automatisch zur Farbe.
Ist-Stunden nachtragen
Sobald ein Monat abgeschlossen ist: wie viele Stunden wurde diese Linie tatsächlich bearbeitet — in Stunden, nicht in Stück, weil eine Linie mehrere Produktvarianten mit unterschiedlicher Taktrate bedienen kann.
Forecast vs. Ist vergleichen
Das Diagramm der Linie zeigt Plan-Stunden aus der Nachfrage-Prognose, verfügbare Stunden laut Schichtmodell und die eingetragenen Ist-Stunden nebeneinander — so wird sichtbar, ob ein Jahr wie geplant läuft.
Massnahmen festhalten
Zu jeder Linie: Beschreibung, Verantwortlich, Termin und optional ein Zielmonat — typischerweise angelegt, sobald eine Ampel auf Orange oder Rot springt.
🔵 Unterausgelastet (< 0,5) · 🟢 Ok (0,5–1,0) · 🟠 Achtung (> 1,0–1,2) · 🔴 Überlastet (> 1,2)
Selbst ausprobieren
Kapazitätsmanagement ist Teil jedes Taktane-Kontos, unabhängig davon, ob schon ein Wertstrom existiert.
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